Wählen Sie Process Designer, wenn Sie über Dokumentation hinausgehen müssen: Governance plus Evidence Trails, Qualitätsscorecards und eine Ausführungsschicht (Mensch + Automatisierung). Wählen Sie ARIS, wenn Ihr Hauptbedarf Repository-Governance und Enterprise-Architektur-Dokumentation im großen Stil ist.
Ideal für Process Designer
- Controls-Mapping operationalisieren (Evidence by Design)
- Prozessdokumentation gesund halten (Scorecards + Drift-Erkennung)
- BPMN in Guidance + Freigaben + Automatisierung überführen
- Conformance Loops aus Event-Logs aufbauen
Ideal für ARIS
- Zentrale Repository-Governance in Großunternehmen
- Bestehende ARIS-Admin-/Reporting-Setups
- Große EA-Dokumentationsprogramme mit ARIS als Standard
Tiefenvergleich
Feature-für-Feature-Analyse
Ein differenzierter Blick darauf, wie jede Plattform wichtige Fähigkeiten umsetzt.
BPMN 2.0 Modellierung und Standards
Process Designer
GoodBPMN 2.0 ist First-Class – mit Fokus auf operative Klarheit, Governance sowie Verknüpfung mit Ownership und Ausführung.
ARIS
StrongARIS ist in großen Standardisierungsprogrammen stark: Repository-Governance, Modellierung und Konventionen auf Enterprise-Niveau.
Wenn der Erfolg davon abhängt, was nach dem Modellieren passiert (Evidence, Drift, Execution), zählt die Operating Layer mehr als Modellierungstiefe.
Repository-Governance und Administration
Process Designer
GoodStarke Governance-Patterns (Versionierung, Freigaben, Ownership) – mit Fokus darauf, Modelle für Operations nutzbar und aktuell zu halten.
ARIS
StrongARIS bietet reife Repository-Konzepte und Admin-Tooling für großskalige Governance und Reporting, besonders bei hoher Bestandsnutzung.
Governance ist nicht nur Berechtigung: Drift und Qualität müssen kontinuierlich gemessen werden, sonst verfallen Repositories.
Controls-Mapping und Evidence Trails
Process Designer
StrongKontrollen/Nachweise werden an Prozessschritte gekoppelt; Freigaben, Ausnahmen und Change-Logs werden als auditierbare Trails erfasst.
ARIS
NeutralControls-Mapping ist möglich, wird aber oft zu einem Doku-/Reporting-Prozess, der bei Änderungen manuell nachgezogen werden muss.
In regulierten Operations ist gutes Controls-Mapping evidence-producing: Nachweise entstehen im Prozess-Lifecycle, nicht im Spreadsheet.
Von Dokumentation zu Ausführung (Mensch + Automatisierung)
Process Designer
StrongGuidance (HEIDI) + Automatisierung mit Freigaben machen BPMN ausführbar. Stabile Schritte automatisieren, Menschen bleiben für Risiko/Ausnahmen im Loop.
ARIS
NeutralARIS ist typischerweise am stärksten als Repository/Dokumentationsplattform. Ausführung benötigt zusätzliche Orchestrierung und Integrationsaufwand.
Wenn Transformation wirken soll, müssen Modelle Verhalten ändern. Execution und Adoption sind so wichtig wie Dokumentation.
Schnellvergleich
Feature-Vergleichstabelle
High-level-Übersicht
| Feature | Process Designer | ARIS |
|---|---|---|
| BPMN 2.0 Modellierung | ||
| Repository-Governance-Konzepte | ||
| Controls-Mapping an Schritten | ||
| Evidence Trails (Freigaben/Ausnahmen/Logs) | ||
| Scorecards für Prozess-Datenqualität | ||
| Guided Execution (KI-Assistentin) | ||
| No-Code Automatisierung mit Freigaben | ||
| Conformance Loop (Soll vs Ist) |
Entscheidungshilfe
Welches Tool passt zu Ihnen?
Beantworten Sie diese Fragen, um die beste Wahl zu treffen.
Müssen Prozessmodelle Ausführung steuern (Guidance, Freigaben, Automatisierung) – nicht nur dokumentieren?
Wenn ja → Process Designer
Process Designer passt besser: Operational Knowledge + Execution Patterns stehen im Zentrum.
Wenn nein → ARIS
ARIS reicht ggf., wenn Repository-Governance und Doku Ihre Priorität sind.
Brauchen Audits Evidence Trails für Freigaben, Ausnahmen und Modelländerungen?
Wenn ja → Process Designer
Process Designer macht Evidence zum Nebenprodukt des Prozess-Lifecycle.
Wenn nein → ARIS
ARIS kann genügen, wenn Doku-Artefakte für Oversight ausreichen.
Wollen Sie Dokumentations-Health messen und steuern (Scorecards, Drift, Decay)?
Wenn ja → Process Designer
Process Designer ist auf Scorecards und kontinuierliches Monitoring von Metadatenqualität ausgelegt.
Wenn nein → ARIS
ARIS kann als Repository dienen, wenn Qualität manuell über Governance gemanagt wird.
Migrationsgeschichten
Vorher und nachher
Vorher: Audit-Stress jedes Quartal → Nachher: Evidence Packages by Default
Before
Controls-Mapping lebte in Spreadsheets und ad-hoc Dokumenten. Audits erforderten manuelle Evidenzsuche und Abgleich bei Prozessänderungen.
After
Evidence-Anforderungen wurden an Prozessschritte gekoppelt. Freigaben, Ausnahmen und Changes erzeugten strukturierte Trails – exportierbar als Audit-Package.
Erste Schritte
So migrieren Sie von ARIS
- 1
Target Operating Model definieren
Standards, Ownership, Publish-Workflow und Qualitätsscorecards festlegen – bevor Modelle migriert werden.
- 2
High-Value Journeys auswählen
Mit Prozessen starten, die Risiko, Audit-Pain oder Kosten treiben. Nicht alles migrieren.
- 3
Metadaten + Evidence-Anforderungen mappen
Pflichtfelder, Controls-Mapping-Punkte und Evidence-Artefakte definieren.
- 4
1–2 Zyklen parallel laufen lassen
ARIS als Referenz behalten, Process Designer als Operating Layer etablieren. Dashboards und Evidence Trails validieren.
- 5
Über Templates und Patterns skalieren
Wiederverwendbare Patterns ausrollen: Freigaben, Exception-Playbooks, Conformance Loops.